GG Logo

Doris Raymann-Nowak
Dieter Raymann
Galerie Göttlicher

 

Doris Raymann-Nowak

Dieter Raymann

Objekt - Silber vergoldet bemalt Ölgefäß

Ausstellung in der Galerie Göttlicher im Mai 2008: Schmuck und Gerät


Biographie


Dieter Raymann

 

Doris Raymann-Nowak

1943 Geboren in Wien   1946 Geboren in Herrsching am Ammersee
1958 - 1965 Hochschule für angewandte Kunst in Wien - Magister Artium   1963 - 1967 Lehre als Silberschmiedin bei Josef Hockenmaier, Werkstatt für Sakrale Kunst in Schwäbisch Gmünd
1.Bundessiegerin im Leistungswettbewerb der Handwerksjugend
 

1963, in dem Jahr, in dem Diether Raymann in Wien Design studiert, kommt Doris Nowak nach Schwäbisch Gmünd, um in der Gold- und Silberstadt das Silberschmieden zu lernen. Aus der 1918 aus der "Königlichen Fachschule" hervorgegangenen "Staatlichen Fachschule für das Edelmetallgewerbe" wird 1965 die "Werkkunstschule Schwäbisch Gmünd".

 
1965-1975 freischaffend als Grafiker und Restaurator   1967-1968 Gaststudium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien
1968-1969 Gesellenzeit bei Willy Buck, Werkstatt für sakrale Kunst in Will, SG Schweiz
1971 Meisterprüfung als Silberschmiedin, Handwerkskammer Stuttgart
1972 eigene Werkstatt in Schwäbisch Gmünd
 

Am 5.5.1972 eröffnet Doris Nowak ihre erste eigene Werkstatt in der Uferstaße in der ehemaligen Werkstatt der Goldschmiedin Emma Schempp. Diether Raymann lebt und arbeitet zu dieser Zeit in Irland.
Die "Werkkunstschule Schwäbisch Gmünd" wird zur "Fachhochschule für Gestaltung" ernannt.

 
  1975 Heirat und Umzug nach Spraitbach
Gründung der gemeinsamen Werkstatt Raymann-Nowak
Mitgliedschaft im Gmünder Kunstverein
                     
  1976 1. Beteiligung an der Frankfurter Messe auf dem Gemeinschaftsstand Kunsthandwerk Baden-Württemberg  
 


Der Beginn in der gemeinsamen Werkstatt ist gleichzeitig der Anfang des Schmuckmachens - trotz des ausdrücklichen Verbots der Handwerkskammer Stuttgart.
Waren der Beruf des Silberschmieds (Gerät) und der des Goldschmieds (Schmuck) zu dieser Zeit noch streng getrennt, so ist seit 2002 der Gold- und Silberschmied ein Beruf, der Meisterbrief ist nicht mehr Voraussetzung zur Selbstständigkeit, ist allerdings auch heute noch zwingend, um ausbilden zu können .
Die Werkstatt in Spraitbach wird zum Ort an dem gearbeitet wird, an dem aber auch ein lebendiges Miteinander gepflegt wird.
 

 
  1981 Meisterprüfung als Goldschmiedin  
  1982 Geburt von Sohn Max  
 


Zusammen mit dem Bildhauer Eckhart Dietz und Dieter Ott wird Doris Raymann-Nowak 1981 Lehrbauftragte an der 1979 eingerichteten zweijährigen "Fachschule für Technik, Schmuck und Gerät - Meisterkurs" in der Gewerblichen Schule.
 

 
  1988 Wahl in den Vorstand Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg  
  1990 Wahl zur Obermeisterin und Mitglied im Vorstand der Stiftung Gold- und Silberschmiedekunst  
  1991 Vorsitzende Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg  
 


Mit der Wahl zur Vorsitzenden im Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg verbindet Doris Raymann-Nowak das Programm, in Schwäbisch Gmünd eine Geschäftsstelle mit hauptamtlicher Geschäftsführung einzurichten. Durch Unterstützung des Landesgewerbeamts und Sonderspenden des Bundes der Kunsthandwerker Baden-Württemberg gelingt es 1994 mit der Landesausstellung Kunsthandwerk Baden-Württemberg die Galerie im Chor zu eröffnen.
Ein Interview zur Bedeutung des Kunsthandwerks, geführt von der Journalistin Dr. Cornelie Ueding, wird dabei zum Beginn einer engen Freundschaft. Der gemeinsame Text von Cornelie Ueding und ihrem Ehemann Prof. Jürgen Wertheimer geben Zeugnis davon ab.
 

 
  seit 1997 Nebenberufliche Lehrtätigkeit an der Gewerblichen Schule Schwäbisch Gmünd, Berufskolleg und Fachschule  
  2004 Hans Model Gedächtnispreis  
 


Es war für Doris Raymann-Nowak stets ein Anliegen, ihr Können und Wissen weiterzugeben - in der Werkstatt in Spraitbach zusammen mit Diether Raymann im kleinen, in der Schule im größeren Rahmen. Hans Nestle, langjähriger Schulleiter der Gewerblichen Schulen, beschreibt die "Lehrerin" bildhaft.

"Einen Glücksfall für Schwäbisch Gmünd" nennt Oberbürgermeister Wolfgang Leidig in seinem Gruß Doris Raymann-Nowak, deren vielfältiges Engagement in den letzten Jahren erweitert wurde durch die Beschäftigung mit den Heimatvertriebenen und ihrem Wirken in Schwäbisch Gmünd in der Glaswarenherstellung. Zwei Ausstellungen dazu, die letzte mit überregionaler Wirkung, sind unter der Leitung von Doris Raymann-Nowak und Diether Raymann entstanden.

"Wir sind Glieder einer Kette" sagte Doris Raymann-Nowak in einem Gespräch.
Zusammenhänge erkennen, Wissen um die Herkunft und die Verpflichtung, das erlangte Wissen und Können weiterzugeben, sind Antrieb einer unendlich erscheinenden Energie.

Doris Raymann-Nowak und Diether Raymann - ein "vielstimmiges Doppelspiel" - haben es bis heute verstanden, im Spannungsfeld zwischen Serienproduktion ("dadurch wird die Welt langweiliger, aber wir müssen die Werkstatt erhalten können") und Unikaten ("mit dem Schaffen von Nischen versuchen wir der Langeweile etwas entgegen zu setzen") zu bestehen.